Schönheit ist
machbares Glück

Brustimplantat - Schönheitsklinik Dr. Funk

Die wohl erste Brustvergrößerung wurde bereits im Jahr 1895 vom böhmischen Chirurgen Vincenz Czerny vorgenommen, nach der Entfernung eines Tumors bei einer Patientin versuchte er die dadurch entstandenen Unterschiede in Volumen, Form und Tastgefühl durch eine Eigenfett-Injektion auszugleichen.

Im Laufe der Zeit wurden mit verschiedensten Materialien experimentiert, unter anderem mit Elfenbein, Glas, Gummigranulat, Ochsenknorpel, Polyester - die Liste ist lang, und die Folgen waren teilweise katastrophal. Bis 1961 wurden die Füllsubstanzen meist direkt in die Brust injiziert, bis zwei amerikanische Chirurgen das erste Festimplantat aus festem Silikon entwickelten, gefüllt mit Silikongel. 1964 entwickelte eine französische Firma das mit Kochsalzlösung gefüllte Silikonkissen.

 

Heute bestehen die Hüllen der Implantate meist aus Silikon-Elastomer und sind entweder glatt oder strukturiert. Der Vorteil der strukturierten Oberfläche ist das Verwachsen mit der Umgebung, was durch die ungeordnete Ausrichtung der kollagenen Faserbündel das Risiko einer Kapselfibrose (Ausbildung einer harten, teilweise schmerzhaften bindegewebsartigen Kapsel um das Implantat herum) mindert. Durch die Verwachsung und die Strukturierung ist ein Verrutschen oder Drehen des Implantats unwahrscheinlicher. Die äußere Form der Implantate ist entweder rund und linsenförmig, oder tropfenförmig - letztere Form wird ausschließlich mit strukturierter Oberfläche produziert, da ein Drehen oder Verrutschen des Implantats zu deutlich sichtbaren Verformungen der Brust führen kann.

 

In den meisten Fällen werden die Implantate im leeren Zustand implantiert und anschließend gefüllt. Dadurch sind kleinere Einschnitte nötig, was das Risiko von Komplikationen während der OP deutlich verringert.

Die Füllung besteht meist aus Silikongel oder Kochsalzlösung. Zeitweise verwendete man auch Sojaöl, was allerdings aufgrund der mangelnden Beständigkeit rasch wieder vom Markt genommen wurde - das Öl wurde „ranzig“, die Implantate verformten sich oder wurden hart.

Implantate mit Polypropylen waren in den 1990ern sehr beliebt, sie eigneten sich für ausgesprochen große Brüste - aufgrund der chemischen Eigenschaften der Füllung wuchsen diese jedoch auch Jahre nach der OP weiter, was zu teilweise extremen Brustgrößen (Doppel-J und mehr) führte. 2001 wurden Polypropylen-Implantate in den USA durch die FDA verboten.

Es besteht die Möglichkeit, Implantate mit einem sogenannten Expander zu verwenden. Durch dieses Ventil kann auch nachträglich das Volumen ohne eine weitere OP verändert werden.

 

Im Laufe der Zeit haben sich vier Platzierungen der Implantate bewährt. Die Auswahl erfolgt durch den Chirurgen, es werden dabei anatomische und funktionelle Faktoren der Brust berücksichtigt.

  • Subglanduläre Implantation: Das Implantat wird unter der Brustdrüse, aber über die den Muskel bedeckende Faszien-Schicht platziert. Das Brustgewebe bleibt dabei relativ unberührt, allerdings können unter Umständen Probleme beim Stillen auftreten, da das Implantat direkt auf die Brustdrüse drückt und den Milchfluss beeinträchtigen kann.
  • Subfasziale Implantation: Bei dieser Methode wird das Implantat zwischen die Faszien-Schicht und den Muskel platziert, was zeitlich aufwendiger ist und großes Geschick vom Operateur verlangt.
  • Subpektorale Implantation: Diese Methode ist eine Mischform der subglandulären und der submuskulären Implantation, das Implantat ist teilweise unter dem großen Brustmuskel platziert, wofür die unteren Verankerungen des Muskels operativ gelöst werden müssen. Der untere Teil des Implantats liegt direkt unter der Brustdrüse.
  • Submuskuläre Implantation: Die Methode der submuskulären Implantation empfiehlt sich vor allem bei schlanken Frauen mit nur gering ausgeprägtem Fett- und Drüsengewebe. Das Implantat wird zwischen dem Brustmuskel und dem Brustkorb platziert.

 

Oft hört man, das Brustkrebsrisiko sei bei Frauen mit Implantaten größer. Diese Behauptung kann statistisch widerlegt werden, auch die Diagnose durch Mammografie oder Sonografie wird nicht beeinträchtigt, bei ursprünglich kleineren Brüsten kann die Vergrößerung eine Diagnose sogar erleichtern.

 


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